Digitalisierung beim Rohstoff-Handling

Digitalisierung: Mechanisches Rohstoff-Handling einem schnellen Markt anpassen

Rohstoffe in der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt an Ort und Stelle zu bekommen, wird immer komplexer und aufwändiger. Der Umschlag am Markt wird schneller und schneller – und so muss ein traditioneller Verfahren wie das Rohstoff-Handling diesem Markt durch eine begleitende Digitalisierung deutlich beschleunigt werden. Eine intelligente Rohstoff-Automation und -Logistik ist der daher der entscheidende Schritt nach vorne.

Neue Herausforderungen durch neue Märkte, ein steigendes Interesse an Recycling-Lösungen oder die rasch voranschreitende Elektromobilität bedingen klare Veränderungen. ,,Das staubfreie Handling von Rohstoffen für Batterie-Massen ist extrem herausfordernd", kommentiert denn auch CTO Klaus Kilian von AZO aus Osterburken ein solches Beispiel. Dabei müssen zukünftig nicht nur der Produktschutz, sondern eben auch die Sicherheit der Bedieners bedacht werden. Und natürlich kommen die speziellen Eigenschaften solcher Rohstoffe dazu – sehr hohe Anforderungen sind mit traditionellen mechanischen Verfahren kaum zu lösen, beziehungsweise werden teuer und damit nicht gut zu vermarkten.

Datenanalyse und intelligente Werkzeuge für zukunftsicheres Handeln

Ein gutes Beispiel sind Pulver, die etwa im 3-D-Druck eingesetzt werden. Ein branchenübliches Up-Scaling wird hier zum Down-Scaling. Manche Dinge funktionieren einfach nicht mehr, wenn die Systeme kleiner werden. Das Handling ist wirklich herausfordernd: Der Bedienerschutz ist extrem hoch, gleichzeitig muss das Produkt selbst vor Umwelteinflüssen geschützt werden, da es teilweise sehr reaktiv ist. Ein digital unterstütztes Handling macht hier den entscheidenden Unterschied.

Eine klare Datenanalytik wird denn auch in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. So müssen in Zukunft auf ganz unterschiedlichen Ebenen Daten erfasst und analysiert werden, damit Unternehmen noch gezielter und schneller reagieren können.

Konsequent weiter gedacht, müssen die Systeme auch in der Bedienung einfacher werden, gleiches gilt für die Wartung: “Das Ziel muss heißen, dass nicht mehr alle zwei Jahre eine Routinewartung stattfindet, sondern dass sich die Anlage von selbst meldet, wenn ein Bauteil auszufallen droht“, so die Spezialisten von AZU. Beim neuen, digitalen Rohstoff-Handling spielt auch der allgegenwärtige Facharbeiter-Mangel eine nicht gerade kleine Rolle. lm Augenblick gibt es noch Anlagen-Mitarbeiter mit 15- bis 20-jähriger Berufserfahrung, die feinste Unstimmigkeiten an einer Anlage quasi erspüren oder hören. Obwohl man sicher nicht alles durch Sensoren ersetzen wird, werden dennoch verstärkt digitale Werkzeuge zum Einsatz kommen, um solche Spezialisten zu ersetzen.

Rohstoff-Automation und -Logistik beinhalten zwar weiterhin noch viele mechanisch verfahrenstechnische Vorgänge, jedoch müssen diese mit intelligenten digitalen Werkzeugen kombiniert werden, um so zukunftssicher im Sinne der Kunden agieren zu können.

Foto: industrieblick

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